
Dem wissenschaftlichen Beirat zur Unterstützung und Förderung des bevölkerungsbezogenen Krebsregisters Bayern gehören Vertreter folgender Einrichtungen an:
Zu den Aufgaben des wissenschaftlichen Beirates zählt es, die Kooperation zwischen dem Bevölkerungsbezogenen Krebsregister Bayern, den bayerischen Tumorzentren und den klinischen Krebsregistern zu fördern. Darüber hinaus evaluiert der wissenschaftliche Beirat den Stand des Aufbaus des Registers regelmäßig und erarbeitet gegebenenfalls Empfehlungen zur Optimierung der Vorgehensweisen.
Der Beirat unterstützt das Krebsregister in der Öffentlichkeitsarbeit, er bewertet wissenschaftliche Fragestellungen an das Register und gibt Empfehlungen hinsichtlich ihrer Beantwortung.
Sprecher des wissenschaftlichen Beirats: Prof. Dr. rer. hum. biol. Dieter HölzelDas bayerische Krebsregistermodell nutzt die Kompetenz der zum Teil schon seit mehreren Jahrzehnten arbeitetenden regionalen klinischen Krebsregister an den Tumorzentren in Bayern. In den klinischen Krebsregistern werden die von den Ärzten gemeldeten personenbezogenen Daten der Tumorpatienten gesammelt, auf Vollständigkeit und Schlüssigkeit geprüft und Auswertungen von Therapieverläufen und Langzeitergebnissen zur Qualitätssicherung für die meldenden Stellen durchgeführt. Bei Unklarheiten erfolgen Rückfragen bei den Meldenden. In regelmäßigen Abständen werden die erfassten epidemiologischen Daten an die Vertrauensstelle des Bevölkerungsbezogenen Krebsregisters weitergeleitet.
Alle bevölkerungsbezogenen Krebsregister in Deutschland registrieren Krebserkrankungen nach den Regeln der IARC (Inernational Agency for Research on Cancer). Somit sind die Ergebnisse der Krebsregister bundesweit vergleichbar (Vollzähligkeit vorausgesetzt).
Das Bevölkerungsbezogene Krebsregister Bayern tauscht über die Vertrauensstelle mit den Krebsregistern der anderen Bundesländer im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Daten von Tumorpatienten mit Wohnsitz in anderen Bundesländern aus.
Das Bevölkerungsbezogene Krebsregister Bayern ist Gründungsmitglied der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID). Vorrangige Aufgabe dieser Gesellschaft ist es, trotz unterschiedlicher landesgesetzlicher Regelungen bundesweit eine weit gehende methodische Einheitlichkeit durch Anwendung nationaler und internationaler Standards zu erlangen. Darüber hinaus ist GEKID ein gemeinsamer Ansprechpartner der epidemiologischen Krebsregister bei länderübergreifenden Fragestellungen.
Das bevölkerungsbezogene Krebsregister ist Mitglied des Europäischen Netzwerks von Krebsregistern (ENCR) und der Internationalen Gesellschaft von Krebsregistern (IACR).
Das Bevölkerungsbezogene Krebsregister Bayern leitet jährlich die epidemiologischen Daten an das Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut in Berlin weiter. Dort werden die epidemiologischen Daten aus allen Bundesländern gesammelt, ausgewertet und Vollzähligkeitsschätzungen nach einem bundeseinheitlichen Verfahren durchgeführt. Die Broschüre "Krebs in Deutschland" basiert auf den aus den Bundesländern gesammelten Daten.